Antakya, Bakras Kalesi
08.06.2008
Bildergalerie Templerburg Baghras
Heutiges Ausflugsziel ist Antakya, das historische Antiochia. Seit Zeiten Alexanders des Großen spielte die Stadt über viele Jahrhunderte eine große Rolle und brachte es zur drittgrößten Stadt des römischen Reiches. Von den historischen Wurzeln ist heute allerdings so gut wie nichts mehr zu sehen. Doch dazu später.
Auf dem Weg nach Antakya besichtigen wir nämlich zuerst eine der ältesten Templerburgen. Die Burg Bakras aus dem 12. Jahrhundert ist noch recht gut erhalten. Über mehrere Etagen erstreckt sich die Festung. Typisch türkisch ist ein junger Kerl, der am Zugang wartet und dann einfach mit uns dort herumläuft in der Hoffnung, dass ihm nach Besichtigunsende Geld gegeben wird. Selbiges Spiel läuft nämlich auch an der St. Peter “Kirche” in Antakya ab. Von dieser führt ein kleiner Weg einen Hang hinauf zu einem in den Stein gehauenen Gesicht. Dorthin rennen dann drei Türken um uns herum. Die Kirche St. Peter, die als Älteste der Welt gilt, ist leider geschlossen wegen Renovierungsarbeiten.
In der Stadt besichtigen wir das berühmte Mosaikmuseum. Beim Wandeln durch die mit zahlreichen Mosaiken gespickten Hallen, kommt man sich fast wie in die Antike zurückversetzt vor. Zur Krönung entdecke ich noch zwei Mosaike, die ich bereits aus meinem Lateinbuch kenne. Für eine das Museum besuchende Schulklasse ist die chinesische Frau eines Kollegen allerdings das Highlight des Besuchs. Alle sind nämlich erpicht mit ihren Handykameras ein Foto mit ihr zu machen.
Anschließend begeben wir uns zu einem Rundgang durch die Altstadt, die noch manch heruntergekommene Haus aus kolonialer Zeit aufweisen kann. Ebenso existieren einige Kirchen, die aber alle nicht sonderlich sehenswert sind. Insgesamt kann ich der Stadt nicht besonders viel abgewinnen, außer vielleicht der Lage zwischen zwei Bergketten.
Über die Burg von Antakya kann ich leider keine Aussage, treffen, da wir die 14 km lange Anfahrt nicht unternehmen.
Die Rückreise erfolgt über die wilde Küstenstraße, auf der ich bereits vor zwei Wochen unterwegs war. Da meine Blicke nun nicht mehr nur von der Natur angezogen werden, fällt mir die allgegenwärtige Vermüllung auf. Überall wo sich Türken versammeln, wird der Abfall einfach in die Natur geworfen, so dass es hier z.B. an Stränden so aussieht wie in Berlin nach der Loveparade. Ein äußerst schändlicher Zustand.